Schwächen

Standardschwäche Ungeduld…

Der Klassiker, Vorstellungsgespräch, neuer Job, die Standard Frage nach den eigenen „Schwächen“, um zumindest formal abzuklopfen, ob der Kandidat auch ein bisschen Selbstreflexion und Kritikfähgikeit mitbringt.  

Nichts ist so abgedroschen und einschläfernd wie die Antwort man sei ja so „ungeduldig“, um artig zu suggerieren wie zupackend man sei. In vielen Coachings und Gesprächen rund um Vorstellungsgespräche  habe ich mitunter den Eindruck, dass viele Bewerber (oder vielmehr – Achtung – Klischee Alarm: „der ergebnisorientierte Teamplayer mit starken Kommunikationsfähigkeiten, flexibel und belastbar)  in ihrer Aspiranten Position verharren und erhoffen durch die vermeintlich selbstkritischen Floskeln unbedingt die Stelle zu ergattern. Im Wechsel der Perspektive und der oft erwähnten „Augenhöhe“ empfinde ich es mehr als wichtig, dass das Unternehmen ebenbürtig seine „Schwächen“ offenlegt. Raus aus der Bittsteller Position und in der abschließenden „haben Sie noch Fragen“ Runde mal nach den Firmen Sollbruchstellen fragen:  

 

 „Sie haben mich vorhin nach meinen Schwächen gefragt. Meine Frage jetzt an Sie: Mit welchen Schwächen hat Ihr Unternehmen aktuell zu kämpfen?“